Männer in Krippen und Krabbelstuben

Tandem-Referentin: Sabine Herrmann

Tandem-Referent: Robert Trippel

Hier gehts zum Abschlussbericht: Doku WS II. 9. Maenner in Krabbelstuben und Krippen Dateityp: PDF , Dateigröße: 17 kB

Als Mann in der Erziehung der ganz Kleinen wird man unter Umständen mit einigen Verunsicherungen konfrontiert: Manche Eltern und auch Kinder sind verunsichert oder misstrauisch je nachdem, mit welchen Rollenbildern sie ausgestattet sind. KollegInnen sind vielleicht verunsichert, weil sie nicht so recht wissen, warum ein Mann in dieses Arbeitsfeld geht und wie sie mit ihm als Teamkollegen umgehen sollen. Und wie steht es um die eigene Verunsicherung angesichts eines Arbeitsfeldes, mit dem man sich aus der eigenen Sozialisation heraus vermutlich nicht (in Verbindung) auseinandergesetzt hat?

Wie findet mann seine Position in dem Dreieck aus „Spielepapa“, „Erzieherin mit Bartschatten“ und „Hausmeister“?

Wie geht mann damit um, wenn Eltern weniger die pädagogischen Qualitäten als das Geschlecht des männlichen Kollegen schätzen?

Wie geht mann damit um, wenn Kinder dem Mann in der Gruppe nicht nahe kommen wollen und sich zu den KollegInnen „flüchten“?

Ist es sexistisch, wenn der Mann im Team das Handwerkliche übernimmt? Ist es eine Verneinung der eigenen Geschlechtsidentität, wenn der Mann im Team ganz bewusst auf das Handwerkliche verzichtet?

In Frauenteams spielt das Geschlecht der KollegInnen keine Rolle; es gibt nur eines. Kommt ein Mann hinzu, geht unweigerlich das Spiel der bewussten oder unbewussten Rollenerwartungen los.

Verunsicherung bedeutet auch, dass Dinge, die bisher nicht hinterfragt wurden, ins Wanken geraten. Darin liegt die Chance, in einer bewussten Auseinandersetzung zu neuen, professionelleren Standpunkten zu kommen.

Mit diesen Fragen wollen wir uns in dem Workshop auseinander setzen.