Reaktionen auf die Resolution 2009


15. Dezember 09, Frauen- und Gleichstellungsminister der Länder im Boot.

Die Bundeskonferenz der Gleichstellungs- und Frauenminister (GFMK) hat sich über ihre derzeitige Geschäftsstelle in NRW freundlicherweise mit Schreiben vom 15.12.09 zu unseren offenen Appell geäußert. Die FrauenministerInnen-Konferenz der Länder ist demnach ganz auf unserer Seite und verweist sogar auf einen zwei Seiten fassenden eigenen Beschluss von 11.8.2008 zur “geschlechtersensiblen Erziehung, Bildung und Ausbildung” (s. Anlage: “Gleichst.s-Frauenministerkonf1″).

Dort wurde einstimmig  (16 x Ja) Wohlklingendes beschlossen. So wurde  u.a. die “Erweiterung des Berufswahlspektrums … von Jungen auf erzieherisch-pädagogische Berufe” der KultusministerInnen-Konferenz (KMK) der Länder ans Herz gelegt, und zugleich wurde der Jugend- und Familienministerkonferenz empfohlen, sich auf die Steigerung des Männeranteils in Kindergarten und Grundschule zu verständigen (vgl. Punkt 2 des Beschlusses).

Zudem verweist Frau Claudia Zimmermann-Schwarz von der GFMK/ Abt. ‘Frauen’ im NRW Frauenministerium auf mein erstes Gespräch mit dem Bundesfamilienministerium (2.12.09) und auf eine anstehende Bund-Länder-Initiative “Mehr Männer in Kitas”. Der Appell und der Umgang damit wird offenbar positiv kommuniziert. Hört sich ziemlich gut an, denn unsere Initiative hilft, das Thema warm zu halten und das “breite” öffentliche und fachliche Interesse zu bekräftigen, was meiner Erfahrung nach sehr wichtig innerhalb Ministerieller Entscheidungsprozesse ist.

Bleibt zu hoffen, dass auch die in der Endredaktion befindlichen Projektergebnisse aus dem vom Bundesfamilienministerium geförderten Forschungsprojekt “Männer in der Ausbildung zum Erzieher und in Kindertagesstätten” von/mit “Dissens/Michael Cremers und Jens Krabel” und der “Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin/Prof. Stephan Höying” zu einer weiteren Dynamik beitragen, die zu passendem Wind für mehr Männer in Kitas verhilft.

Stellungnahme der Frauen und Gleichstellungsminister  (PDF | 1.062 MB)


02. Dezember 09, Gespräch im Bundesministerium für Familie, Senioren, Jugend und Frauen

Inzwischen wurde der Appell auch von Frau Dr. von der Leyen (inzwischen ex Bundesfamilienministerin) sehr aufmerksam gelesen. Martin Verlinden wurde zu einem ersten Gespräch ins Ministerium eingeladen, das am 02.12.09 in Bonn stattfgefunden hat.

Der Bericht dazu von Martin Verlinden (PDF | 56 KB)


16. November 09, Stellungnahme der SPD eingegangen:

Am 16.11. gesellte sich auch die SPD zu den Antwortenden. Fraktionsvorsitzender Dr. Frank-Walter Steinmeier ließ durch seine Vertreterin Frau Dagmar Ziegler, ebenfalls zuständig für Familien- und Gleichstellungspolitik, verkünden: Wir lägen mit unserem Appell auf passendem Kurs und würden offene Türen bei der SPD einrennen.

Ausbau der Betreuungsangebote und der Qualität in den Tageseinrichtungen seien SPD-Herzensanliegen. Ebenso die Verbesserung des Personalschlüssels und der Ausbildung in den Kitas. Männer würden dort gebraucht. Mehr Prestige und Lohn könnten den Beruf für Männer attraktiver machen, in Brandenburg und Rheinland-Pfalz gäbe es entsprechende Beispiele. Weitere Zusammenarbeit wird in Aussicht gestellt.

Die Stellungnahme der SPD ( PDF | 1,6 MB )


06. November 09, auch die Fachminister der Länder werden gebeten … 

( PDF – liegt aus technischen Gründen leider nicht mehr vor )


05. November 09, Stellungnahme der FDP per mail eingegangen:

( PDF | 20 KB )


03. November 09, Antwort Bundesfamilienministerium

Das Bundesfamilienministerium begrüßt (siehe pdf-Datei unten) den offenen Appell der zweiten Bundestagung Männer in Kitas, der dringend mehr Männer im Elementarbereich fordert. Das Ministerium geht sogar detailliert auf einzelne Vorschläge ein. Auch werden unattraktive Seiten des Berufsfeldes für Erzieher und die dezentralen Zuständigkeitsbereiche, etwa der Länder und Träger erwähnt. Dazu ein Hinweis auf das “Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz“! und zuletzt ein Verweis auf ein laufendes qualitatives Forschungsprojekt “Männer in der Ausbildung zum Erzieher und in Kindertagesstätten”. Das reicht jedoch lange nicht, mit kleinen Projekten allein lassen sich geeignete Erzieher nicht finden!

Wir brauchen hierfür klare Ziel-, Konzept- und Methodenvereinbarungen zur Erhöhung der Männerquote unter den Fachkräften im Elementarbereich könnten lauten: bis 2030 auf 20%. Die Zukunft wird zeigen, ob ernsthaft Veränderungen eingeleitet werden, oder ob es dabei bleibt, bei einer hoffnungsvollen, allgemeinen Erläuterung der “neuen Note” in der Gleichstellungspolitik und dem wohlklingenden Bekenntnis, Politik sollte mehr für Jungen und Männer tun. Denn das bedeutet den bisherigen Fokus auf Frauen-Gleichstellung in einem Paradigmenwechsel zu erweitern. Vielleicht bekommen wir seine Anfänge noch mit.

Martin Verlinden ( PDF | 2,8 MB )